Staat + Geld
Die Projekte und das Geld; Vereinbarungen mit dem Staat
Es ist ein besonders wichtiges Ziel der „Association Solidaridad Perú-Alemania“ (ASPA), die Einzel-Projekte  so in die peruanische Gesellschaft zu integrieren, dass sie nach einigen Jahren selbständig ohne Hilfe von außen weiterlaufen können. Außerdem beziehen wir konsequent die peruanischen Behörden in die Projektdurchführung ein, in einer Notlage, die jedoch auf die Dauer von der peruanischen Gesellschaft getragen werden muss.
Am Anfang eines jeden Projekts startet ASPA mit baulichen und anderen Vorleistungen, bindet den Staat und die Eltern jedoch zunehmend ein und erreicht schließlich peruanische Eigenständigkeit und  Freundschaft mit Deutschland, das so effektiv geholfen hat. Die Association Solidaridad Peru Alemania begleitet die Projekte nach Bedarf, jedoch kostenlos, weiter.
In vier verschiedenen Abkommen mit dem Erziehungsministerium hat  die ASPA  für alle Einrichtungen eine Mitverantwortung der peruanischen Behörden erreicht. Bei fast allen Projekten sind die Einrichtungen und Immobilien in das Eigentum des Staates über gegangen; aber ASPA ist Trägerin der Einrichtungen. ASPA  wählt die Lehrer und das übrige Personal aus,  und der Staat hat sich verpflichtet,  dieses Personal auch anzustellen, (wenn es den normalen Ausbildungsbedingungen entspricht). Der Staat übernimmt ca. 85% der Personal-Kosten.
Dadurch ist eine gute Berufsethik garantiert trotz schlechter Bezahlung durch den Staat,  und unsere Einrichtungen sinken nicht auf das sehr oft bedauerliche staatliche Niveau ab. Wenn z.B. Lehrer landesweit streiken, ordnen wir einige Lehrer zum Streiken ab, halten jedoch wie die reichen Privatschulen den Schulbetrieb aufrecht, weil wir die Kinder nicht benachteiligen wollen.
Beim Start der Projekte hält sich das Erziehungsministerium nicht immer 100%ig an die Vereinbarungen, weil so häufig Mittel fehlen, und weil die Herausforderung überdurchschnittlich groß ist; die Hälfte der Bevölkerung in Perú ist unter 20 Jahre alt. Dadurch sind wir hier mit unserem „Entwicklungs-Weg“ sehr anerkannt, denn auf diese Weise bleiben sowohl Zeit als  auch Kosten begrenzbar. Außer dem Kindergarten Mamá Elsa sind alle begonnenen Werke  von der Unterschrift des Abkommens an Eigentum des peruanischen Erziehungsministeriums, werden aber  durch ASPA geführt.
Von etwa  $ 540 000 Gesamtkosten für das Bildungs- und Sozialwerk Solidaridad Campoy im Jahre 2003 kam aus Deutschland eine  Gesamthilfe von $ 49 000,-. Das sind 9% der Gesamt-Kosten,  91% wurden von Perú getragen. Im  Jahre 2004 liegen die Gesamtkosten im gleichen Projektrahmen bei $ 450 735 und die kalkulierte notwendige Hilfe bei $ 27 000; das sind nur noch 6%. Im Jahre 2005 ist das Spenden-Aufkommen erneut gesunken; dadurch ist die die Fortführung unserer Arbeit erneut  schwieriger geworden.
Obwohl sich die öffentliche Hand weitgehend zur Deckung der laufenden Kosten verpflichtet hat, wurde soeben wieder einmal ein „Jahr der nationalen Not“ ausgerufen mit der Folge, dass Löhne und Gehälter nur verspätet oder gar nicht gezahlt werden.
Bei unseren Projekten  fallen drei  Gruppen von Kosten an:
        Baukosten und Instandhaltungskosten
        Kosten für didaktische Materialien
        Personalkosten
Baukosten werden in erster Linie mit Spenden finanziert. Hingegen leiten  wir bei der Beschaffung von didaktischem Material sehr oft die Eltern zur Initiative an oder suchen Hilfe im Lande selbst. Die Personalkosten bleiben ein entscheidendes Kriterium, von dem abhängt, ob eine selbständige Fortführung des Projekts in Peru garantiert ist. Gerade wenn  wir neue vergessene Gruppen aufrichten oder  besonders für Kinder und Jugendliche Gerechtigkeit anbieten, verhalten sich die Behörden zu Beginn eines Projektes meist ablehnend gegenüber neu entstehenden Kosten.
kleine Spende