Geschichte
Campoy, im Nordosten der Stadt Lima gelegen, gehört zum Distrikt San Jan de Lurigancho, der mit 1,1 Millionen Einwohnern der größte, bevölkerungsreichste und zugleich ärmste Stadtteil der Hauptstadt Lima ist. Lima zählt heute mehr als 9 Millionen Menschen.
Campoy liegt dort, wo die Behausungen schon anfangen, die Ausläufer der Anden empor zu klettern. Soweit das Auge blickt, sieht man nur Geröll, Erde, unbefestigte und unkontrolliert aufgebaute Stein-Behausungen sowie unzählige Hütten aus geflochtenen Matten.
Campoy, eine alte riesengroße Farm, seit etwa 1930 zur Wüste ausgetrocknet, wurde ab etwa 1970 in drei Siedlungs-Etappen durch Bevölkerungs-Explosion und Lndflucht aus dem Inneren des Landes besetzt und besiedelt. In Elend und Dreck landeten Menschen, die aus Armut ihre traditionellen dörflichen Gemeinschaften in den Anden verlassen haben und vor grausamen Terror geflohen sind.
Ein solcher „Barrio“ ist die Heimat von Ana Maria Ledesma. Sie und ihr aus Düren stammender Mann Franz Ecker hatten sich Anfang der 70er Jahre als junge Pädagogen in Rom kennen gelernt. Ana Maria Ledesma ging als Hochschul-Lehrerin dann ihrer Berufstätogkeit in Lima nach, während Franz Ecker an der Pädagogischen Hochschule Rheinland sein Studium der Pädagogik und Psychologie mit der Promotion abschloss. In den Ferien betreute er Kinder und Jugendliche in sozialen Brennpunkten in Köln und Bonn.
In der Ausrichtung auf eine konkrete Arbeit in der dritten Welt lebte erneut die Verbindung zu Ana Maria Ledesma auf. 1975 zogen sie beide mit ihrem kleinen Sohn David nach Perú, nicht ohne vorher den Verhein “Solidaridad Deutschland-Peru e.V.” gegründet zu haben. Sie begannen ihre Arbeit in Lima, voller Entsetzen über die dortige sozialen Einrichtungen, welche vor allem den Kindern der armen Bevölkerungsschichten so gut wie keine geregelte Schulbildung ermöglichen. Überzeugt davon, dass der Weg aus dem Elend in eine menschenwürdige Daseinsbewältigung nur durch Solidarität der Betroffenen und durch eine angemessene Ausbildung möglich ist, ergriffen sie die Initiative und gründeten, zusammen mit peruanischen Freunden die
Association Solidaridad Perú-Alemania“ (ASPA)
im Distrikt San Juan de Lurigancho-Lima. Dieser aus einer christlich- humanitären Grundhaltung gegründete Verein arbeitet nach den Grundsätzen
„Entwicklung durch Bildung und Erziehung“ und
„Hilfe zur Selbsthilfe“.
Als sich dieser Verein im Jahre 1983 zum Bau eines Kindergartens entschied, hatte Campoy nach der dritten Siedlungs-Etappe etwa 2.200 Einwohner. Für die etwa 1.100 Kinder und Jugendlichen unter 18 Jahren gab es fünf in Schuppen untergebrachte Grundschul-Klassen, in denen fünf Lehrpersonen etwa 130 Kinder unterrichteten.

 

 

kleine Spende